Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion
Bild zeigt den Blick über den Parkplatz für die Schulbusse auf die Donatus-Schule.

Logopädie an der LVR-Donatus-Schule

Logopädie an der LVR-Donatus-Schule

Bild von einer Schülerin bei Sprechübungen vor einem Spiegel.
Bild-Großansicht

Besonderes Augenmerk liegt bei den Schülern der Primarstufe. Nach einer eingehenden Befundung erhalten vor allem die Kinder logopädische Therapie, deren Kommunikations- fähigkeit aufgrund motorischer und/oder kognitiver Probleme stark eingeschränkt ist.

Zur Kompensation von fehlenden sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten werden Methoden der Unterstützten Kommunikation eingesetzt. Dazu zählen alternative Kommunikationsmittel wie körpereigene und elekronische Kommunikationshilfen; im Rahmen der Fachgruppe Unterstützte Kommunikation werden Eltern, Lehrer und SchülerInnen zu Fragen der Auswahl und Beantragung der Hilfsmittel beraten und beim Umgang damit begleitet.

Die Logopädie an der Donatus-Schule ist ein vergleichsweise kleiner Fachbereich. Mit einer Vollzeitstelle ist sie ein „Zusatzangebot“ des LVR. Nicht alle Kinder mit logopädischem Therapiebedarf können in der Schule auch behandelt werden; (ein Teil der Beratung liegt in der Vermittlung eines Behandlungsplatzes in einer der logopädischen Praxen im Umkreis).

Nach oben

Worum geht es in der Logopädie?

Sprachstörungen bei Kindern basieren auf Störungen des Spracherwerbsprozesses. Sie können alle Bereiche des Sprachsystems betreffen:

  • Lautsystem/Aussprache (Phonetik/Phonologie),
  • Wortschatz (Semantik/Lexikon),
  • Grammatik/Satzbau (Morphologie/Syntax) und allgemein
  • die Kommunikationsfähigkeit (Pragmatik).

Störungen zeigen sich sowohl beim Verstehen und Sprechen, als auch in kommunikativen Situationen und/oder der Entwicklung von schriftsprachlichen Fertigkeiten, d.h. in allen expressiven und rezeptiven Modalitäten.

Ursachen kindlicher Sprachstörungen

Bild von einer Schülerin mit ihrem Therapeuten bei einer Zungenübungen zum Tastsinn.
Bild-Großansicht

Ein Großteil kindlicher Sprachstörungen sind unklarer Genese, d.h. es liegt kein organischer Befund vor. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen:

  • Allgemeine Entwicklungsstörungen
  • Hörstörungen
  • Hirnreifestörungen
  • Familiäre Sprachschwäche mit Krankheitswert
  • Geistige, körperliche Behinderungen, Mehrfachbehinderungen
  • Genetisch bedingte Krankheiten / Syndrome
  • Schädel-Hirn-Traumata, entzündliche Hirnprozesse
  • Hirntumore, Hirnoperationen

Nach oben

Ziel der Behandlung

Behandlungsziel der logopädischen Therapie ist die optimale Förderung der Kommunikationsfähigkeit des Kindes in unterschiedlichen sozialen Kontexten (Familie, Freundeskreis, Schule). Dabei wird die sprachliche Kompetenz des Kindes soweit gefördert, wie es seine individuellen Möglichkeiten zulassen. Die Therapie soll die eigene Entwicklung des Kindes unterstützen und seine Entwicklungsbedingungen verbessern.

Zielbereiche

  • Wahrnehmung
  • Sprachverständnis
  • Sprachproduktion (Wortschatz, Lautinventar,Grammatik)
  • Lesen/Schreiben
  • Störungsspezifische kognitive Fähigkeiten
  • Störungsspezifische Krankheitsverarbeitung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Hilfsmittelversorgung

Nach oben

Wie bekomme ich für mein Kind eine logopädische Behandlung?

Die Logopädie ist Teil der medizinischen Grundversorgung. Sie beinhaltet die Untersuchung und Behandlung krankheitsbedingter Kommunikationsstörungen, aber auch Maßnahmen zur Prävention. Die logopädische Behandlung muß von einem Arzt verordnet werden und erfolgt in Einzel- oder Gruppentherapie. Im Einzelfall ist auch die Verordnung von Hilfsmitteln, z. B. elektronischen Kommunikationsgeräten, möglich. In diesem Fall zählen zur logopädischen Behandlung auch die individuelle Anpassung des Gerätes sowie das Gebrauchstraining für Patienten und deren Angehörige.